Gemeinsame Pressekonferenz "GEMEINSAM.SICHER auf (Rad-) Fahrt: ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger, AK-Präsident Josef Pesserl, Bgm.-Stv. Mario Eustacchio, Bgm. Siegfried Nagl, Peter Felber vom KFV und Brigadier Kurt Kemeter (v. l.). © Stadt Graz/Foto Fischer

Gemeinsame Pressekonferenz “GEMEINSAM.SICHER auf (Rad-) Fahrt: ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger, AK-Präsident Josef Pesserl, Bgm.-Stv. Mario Eustacchio, Bgm. Siegfried Nagl, Peter Felber vom KFV und Brigadier Kurt Kemeter (v. l.).
© Stadt Graz/Foto Fischer

Fahrradfahren bietet viele Vorteile: Man bleibt fit, ist in der Stadt weit schneller unterwegs als mit dem Auto und man leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. In Graz haben sich von diesen Vorteilen schon viele Menschen überzeugen lassen. Die Landeshauptstadt gilt als Fahrradhochburg, der Ausbau des Radwegenetzes wird permanent vorangetrieben. Dennoch passieren viele Unfälle mit dem Fahrrad, dennoch sind speziell Fahrräder begehrtes Diebesgut.

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute eine Info-Offensive mit drei Schwerpunkten präsentiert:

  • Fahrradhelm aufsetzen! 85 Prozent aller schweren Kopfverletzungen wären durch das Tragen eines Helmes vermeidbar.
  • Fahrräder entsprechend sichern. Kein billiges Zahlenschloss, dafür aber hochwertige Ketten- und Bügelschlösser sind für Kriminelle schwer zu knacken. Zusätzlich: Wenn der Keller nicht gut gesichert ist, das Fahrrad an einem besser geschützten Ort verwahren.
  • Fahrräder registrieren. Wird das Fahrrad gestohlen und später sichergestellt, kann es die Polizei rasch und unkompliziert zuordnen.

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl betonte bei der Vorstellung der “Gemeinsam.sicher auf (Rad-) Fahrt”-Präsentation: “Wir haben am Beginn unserer Regierungsperiode versprochen, Graz gemeinsam sicherer zu machen. Dies ist ein weiterer Schritt und ein Beitrag zu mehr Lebensqualität in unserer Stadt.” Das Stadtoberhaupt freut sich natürlich über die zahlreichen Pedalritter in Graz und wünscht sich künftig noch mehr davon, er appellierte jedoch: “Achten wir darauf, dass die Sicherheit steigt, leisten wir einen Beitrag zur eigenen und zu jener der anderen VerkehsteilnehmerInnen.”

85 Prozent aller schweren Kopfverletzungen wären vermeidbar

 

So sieht es auch Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio: “Das Thema Sicherheit wird für die BürgerInnen immer relevanter. Wir möchten gemeinsam etwas zur Steigerung beitragen und Lösungen anbieten.”

DI Peter Felber vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) berichtete von steigender Anzahl an Unfällen mit ungeschützten VerkehrsteilnehmerInnen, das sind FahradfahrerInnen, FußgängerInnen aber auch motorisierte ZweiradfahrerInnen. Hier sieht er die Herausforderung für die Zukunft speziell im urbanen Raum. Felber ortet auch ein großes Aggressionspotenzial und eine leider noch nicht ausreichende Bereitschaft zum Tragen eines Helmes im Alltag: “Ich denke hier keinesfalls an eine Helmpflicht wie sie für Kinder bis zum 12. Lebensjahr besteht. Helmtragen muss freiwillig bleiben. Das damit allerdings 85 Prozent aller schweren Kopfverletzungen verhindert werden können, sollte zum Umdenken bewegen.” Wer das bereits getan hat, möge beim Kauf auf die Europäische Prüfnorm “EN 1078″ achten. Denn nur solche Helme bieten ausreichend Schutz. ABUS bietet zum Beispiel ein spezielles Graz-Modell an.

Stadtpolizeikommandant, Brigadier Kurt Kemeter unterstützte diese Ausführungen und berichtete seinerseits von einer im Steigen begriffenen Anzahl an Fahrraddiebstählen. Die bevorstehenden Sommermonate gelten als besonders verlockend für dreiste Diebe: “2.000 Delikte dieser Art in Graz sind einfach zu viele.”

An der Offensive des Vereins “Gemeinsam sicher in Graz” beteiligen sich neben der Exekutive auch die WKO Steiermark, Arbeiterkammer Steiermark, ÖAMTC und ARBÖ, ABUS-Sicherheitstechnik, OGB Steiermark und das Kuratorium für Verkehrssicherheit sowie fase24.eu.
Unterstützt wird die Aktion vom Grazer Fachhandel und der Industrie: Bis Ende Juni bieten 26 Fachgeschäfte 20 Prozent Rabatt auf hochwertige Fahrradschlösser und -helme an. Gutscheine dafür gibt’s im Sicherheitsinformationszentrum Graz (SINFO).