Radeln mitten durch Graz. Foto: Erwin Wieser / Stadt Graz

Bei seinem Sieg beim härtesten Radrennen der Welt, dem Race Across America, gingen Bilder seiner wunden Füße um die Welt. Beim gestrigen CityRadeln in Graz schrieb sich Rad-Ass Christoph Strasser die Finger wund – mit Autogrammen.

Ein Großaufgebot von Journalisten vom Fernsehen übers Radio bis zu Zeitungen hatte sich gestern Abend auf dem Mariahilferplatz eingefunden, bevor der Startschuss zur PP Radlshop Tour im Rahmen des beliebten CityRadelns der städtischen Abteilung für Verkehrsplanung erfolgte. Das Interesse galt vor allem jenem Mann, der wenige Tage zuvor in neuer Rekordzeit das härteste Radrennen der Welt, das Race Across America (RAAM) mit mehr als 4.800 Kilometern und über 30.000 Höhenmetern, überlegen gewonnen hatte: Christoph Strasser. Er und sein Kollege Edi Fuchs, der beim selben Rennen den hervorragenden achten Platz belegt hatte, waren als CityRadler der ersten Stunde aber nicht nur bei den Medien, sondern auch beim „gemeinen Fuß- und Strampelvolk“ der großen CityRadeln-Familie begehrte Gesprächspartner. Geduldig posierten die beiden Rad-Asse mit den diesmal rund 400 CityRadlerInnen für Erinnerungsfotos und schrieben sich vor lauter Autogrammwünschen die Finger wund, ehe es auf die 19,8 Kilometer lange Runde Richtung Straßgang ging, wo die vom PP Radlshop betreute Labestation wartete.

 

Siegerrad machte in Graz schlapp

Nettes Detail am Rande: Die fast 5.000 Kilometer quer durch Amerika hatte Strassers Rennrad klaglos seine Dienste geleistet – auf dem Weg zum Mariahilferplatz gab das gute Stück jedoch seinen Geist auf, sodass der RAAM-Champion kurzerhand auf einen Ersatz-„Drahtesel“ umsteigen musste. Woran denkt ein Radfahrer eigentlich, wenn er acht Tage fast ununterbrochen im Sattel sitzt und strampelt? „An ganz unterschiedliche Dinge – mir ist wichtig, dass ich etwas Unterhaltung bekomme, und da hat mein Team Großartiges geleistet“, gab Strasser einen Teil seiner Lorbeeren gleich an seine Begleiter weiter. Um ihn und Edi Fuchs für weitere Großtaten zu stärken und mit frischer Energie auszustatten, überreichten Stadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio, Gemeinderat Philipp Hofer und der Vorstand der städtischen Abteilung für Verkehrsplanung, DI Martin Kroißenbrunner, den beiden Extremsportlern Solarenergietaschen und Schokolade.

 

CityRadlerInnen trotzten dem eisigen Wind

 Bei ihrer Fahrt quer durch den amerikanischen Kontinent waren Strasser und Fuchs sämtliche Klimazonen durchfahren – gestern war ein eisiger Wind unliebsamer Begleiter auf der Runde durch das abendliche Graz. Doch die 400 CityRadlerInnen ließen sich dadurch den Spaß nicht verderben, was auch ein Verdienst des gewitzten ModeRADoren-Duos Gonzo und Silvia war. Für die Sicherheit sorgte wieder das bewährte Team von Polizei, KLS Sicherheit, hurtigflink und Tourleiter Bernhard Krenn sowie der ARBÖ-Reparaturwagen. Die nächste Ausgabe des CityRadelns steht übrigens am Mittwoch, 24. Juli 2013, mit der Mosaik-Tour auf dem Programm. Und dann heißt es wieder: Auf die Radln – fertig – los!

 

Information im Internet gibt es unter www.graz.at/cityradeln.